Hassliebe 2.0

Meine erste Hassliebe in Sachen Suchtmittel ist der Alkohol. Irgendwie klar. 

Die zweite, die ich weit seltener und kürzer konsumiert habe, waren meine geliebten Praxiten. Die gehören zu den sogenannten Benzodiazepinen und werden bei Ängsten umd Co. eingesetzt. Ich hab sie auch für den Entzug bekommen zur Beruhigung und gegen das Zittern. 
Die müssen langsam und schnell ausgeschlichen werden, denn wenn du die länger als 4 Wochen nimmst, kannst du ganz ganz stark abhängig werden. Und der Entzug ist laut Konsumierenden echt die Hölle. Da war der Alkohol noch ein Klacks dagegen.

Trotzdem denke ich oft sehnsüchtig daran, mir so eine Tablette reinzuschmeissen. Aus Mangel an Kontakten (bekommst natürlich nur auf Rezept), hab ich nicht wirklich eine Chance dafür. Eh gut eigentlich,  denn ich weiss, dass ich wenn ich regelmäßig Zugang hätte, die nächste Sucht am Poppes picken hätte.

Aber das Gefühl, wenn du auf einer Benzo bist, ist einfach "flauschig". Du fühlst dich wie in rosafarbene Watte gepackt. Du bekommst alles mit,  aber es juckt dich einfach nichts. Das ist soooo angenehm. Du bist total entspannt, körperlich und seelisch. 
Mit nichts zu vergleichen. Und im Gegensatz zu Alkohol schadest du niemand anderen ausser dir selbst. Und du stinkst nicht so wie vom Rauchen und bekommst auch keine schlechten Trips wie von anderen Drogen.

Ich will nichts verherrlichen, wie zuvor geschrieben,  das ist nur ein weiteres Teufelszeug. Aber wenn ich mich nochmal zwischen Alkohol und Benzos entscheiden müsste, nähme ich definitiv die Benzos zwecks Gefühl. Und wäre dann vermutlich bis an mein Lebensende abhängig von einer 5mm grossen Tablette alle zwei Stunden.

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