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Noelia Castillo

Die 25 jährige Spanierin Noelia wurde von einer Gruppe vergewaltigt. Sie wollte sich dann umbringen, sprang aus dem 5. Stock, überlebte und war seitdem abwärts gelähmt. Jetzt hat sie Sterbehilfe in Anspruch genommen. Und die Kommentare dazu sind unterirdisch. Von "das muss verboten werden", bis "man müsste ihr doch mit therapeutischer Hilfe helfen können". Und das sind noch die netteren Kommentare.  Ich hab da meine ganz eigene Meinung dazu. In Spanien ist Sterbehilfe erlaubt. Also hat KEINER das Recht, das irgendwem abzustreiten oder schlecht zu machen. Jeder reagiert anders auf schlimme Ereignisse. Und eine Vergewaltigung ist so ziemlich das Schlimmste, das einer Frau passieren kann. Diese Demütigung zu überleben, das muss man erst mal schaffen. Also weiss jeder, der schon mal mit so etwas zu tun hatte, wie schlimm dann erst eine Gruppenvergewaltigung sein muss. Und jeder, der das nicht weiss, hat sowieso die Klappe zu halten. Sie wollte sich schon mal das Leben n...

Kleingedrucktes

Ich bin traurig. Ein Freund von mir war jetzt lange trocken. Er wollte zusätzlich zu rauchen aufhören. Und hat sich Nikotinspray reingehauen. Leider mit Alkohol. Und jetzt? Rückfällig und Entzug im Krankenhaus.  Warum muss in jedem Kack Alkohol sein? Ich weiß ich weiß. Dumme Haltbarkeit.  Mein erster Rückfall wurde durch Passedan hervorgeholt. Ich trank bis zu vier Flaschen täglich. Mein Hirn sagte mir, dass ich ja "nur" ein rein pflanzliches Beruhigungsmittel nehme. Mit 80 % Ethanol- Gehalt. Vor der Therapie ging ich immer zu verschiedensten Apotheken, um mir meine Flaschen zu kaufen. Gekauft habe ich das Zeugs, weil ich dachte, dass es mir bei der Therapie hilft, lockerer zu werden. Eine köpfte ich vor der Therapie, eine nachher. Die anderen zwei am Abend. Und aus einem Tag in der Woche wurde es schnell 24/7 zu meinem Begleiter. So dumm. Und aus Passedan wurde ganz ganz schnell wieder Vodka. Hätte ich gleich mit Vodka angefangen,  hätte ich mir viel Geld erspart. Eine F...

Type b girl

Auf TikTok gibt es ein Mädel, die einen Type A Lifestyle führt. Mich hat das echt schockiert,  dass dieses 20 Jährige Ding ihr Leben scheinbar so unter Kontrolle hat. Im negativen Sinne. Die fusselt zum Beispiel mehrmals täglich ihr ganzes Bett ab 😅  Deshalb mal mein Type B Lifestyle: Ich trinke bis zu acht Redbull am Tag. Ich esse jeden Tag was Süsses, Obst und Gemüse nur sehr selten. Meine Nährstoffe nehme ich mit Supplements zu mir 😂 Wenn ich einkaufen fahre, bin ich komplett ungeschminkt, habe meistens keinen BH an und meine Haare schauen aus wie ein Vogelnest. Das gleiche in der Arbeit, da aber mit BH 😂 Mein Auto ist meistens aussen dreckig und innen auch nicht grad 1A, da ich gern im Auto esse. Interessiert mich nicht die Bohne.  Ich habe tausend Skincare Produkte zuhause, vergesse aber dauernd, sie auch regelmäßig zu benutzen. In meinem Kühlschrank stehen original Redbull, Apfelessig, Cola Zero Dosen und Ketchup. Mir läuft alles andere immer ab.  Aber mein ...

langes Sterben

Meine Oma lebt noch immer. Seit fast vier Wochen kämpft sie jetzt mit dem Tod. Mal ist es so schlimm, dass sie nur mehr wirr redet und sich von uns verabschiedet. Und wir uns von ihr. Tausend mal. Am nächsten Tag liest sie wieder Zeitung und erzählt dir von früher. Das ist echt irre. Und geht ehrlich gesagt auf die Substanz. Nicht nur bei den Angehörigen, sondern natürlich auch bei ihr. Sie kriegt alles noch mit, "vegetiert" aber sozusagen dahin. Und das tut mir so leid für sie. Sie isst seit Wochen nur mehr ein paar Löffel Suppe oder ein paar Löffel Eis. Ins Spital will sie natürlich nicht, wer kanns ihr verdenken ?  Ich würde ihr so wünschen, dass sie friedlich im Schlaf sterben würde ohne Schmerzen. Auch wenn es verdammt weh tun würde. Sie sagt selbst: Wenn ich doch nur gewusst hätte, dass Sterben so lange dauert und so weh tun würde.  Seit sie starke Schmerzpflaster bekommt, hat sie wenigstens keine Schmerzen mehr. Das Leben ist ungerecht. Und auch das Sterben kann ansche...

Trockene Geheimnisse

Ich finde es ja immer superschlimm, wenn du trocken wirst und nach Gleichgesinnten suchst, und die dir dann einreden dass das Leben ja um so vieles schöner ist ohne Alkohol. Also bei mir wars das erste Jahr definitiv nicht so.  Und auch das zweite hat hin und wieder an mir genagt.  Du warst ja auch süchtig, und der Stoff geht dir natürlich ab. Ich vergleichs gern mit einem langjährigen Beziehungsende.  Du willst allen zeigen, dass es auch ohne diese Person geht, aber innerlich bist du kaputt und denkst bei jeder vertrauten Situation an den Ex (Alk) zurück. Jetzt nach fast zwei Jahren kann ich sagen, dass es leichter wird. Aber so wirklich toll gehts mir ohne Alkohol auch nicht 😂 Am Wochenende zum Beispiel ging es mir so elend, dass ich am liebsten schwupps gegangen wär. Oder einen Totalsuff gehabt hätte und dann Jesus die Hand gegeben hätte. Aber an dem arbeite ich ja. Das Beste am Trockensein ist halt das Körperliche. Dein Gesicht ist nicht mehr aufgeschwemmt, du verlie...

Therapie- die ungeschönte Wahrheit

Vor 20 Jahren war Therapie noch kein Ding. Und wenn du doch gegangen bist, hast du es verschwiegen.  Jetzt, auch dank TikTok und Co, kommt es einen so vor, als wäre jeder zweite in Therapie. Schamgefühl - keine Spur. Trotzdem hat man verschiedenste Ängste, wenn mal das erste Mal jemanden gegenüber sitzt. Deshalb will ich mal meine Erfahrung mit Therapie erzählen und Vorurteile zerstreuen. Erstens Mal, ich hätte mir niemals einen Therapeuten gesucht, wenn mein Chef mich nicht dazu bewegt hätte. Am Anfang war ich so böse, aber jetzt bin ich ihm sehr dankbar dafür. Ich suchte mir meinen Therapeuten ganz normal heutzutage im Internet raus. Ich schrieb ein paar an ( denn ich telefoniere ja nicht) und bekam ziemlich schnell eine Antwort. Und einen sehr sehr frühen Termin. Ich war fertig mit der Welt und wollte tausendmal absagen vorher. Dann geht's nicht gleich los mit der Kopfwäsche,  sondern du erzählst mal warum du eigentlich dort bist. Und bekommst erklärt, wie die Therapie beim...

Wenn doch endlich

Ich hab grad wieder einen Schub ( kann man das bei Depressionen sagen?) Ich komm nicht aus dem Bett, möchte nur schlafen,gleichzeitig bin ich stundenlang nachts munter, bin wahnsinnig gereizt und soooo schnell überreizt, hab zu nichts Lust und möchte keine Menschenseele sehen. Und das macht mich sooooooo wütend. Warum verdammt noch mal kann ich nicht mal 2-3 Wochen durchgehend okay sein ? Ohne Gusta auf Alkohol, ohne diese extremen Stimmungsschwankungen, ohne diese Müdigkeit vom Leben ? Vor allem weil es absolut KEINEN GRUND dafür gibt. Wie soll es mir dann gehen wenn mal was wirklich schlimmes passieren sollte? Oft hab ich das Gefühl,  dass diese dummen Antidepressiva überhaupt nichts helfen. Ich nehm ja eine hohe Menge. Wie sollt ich jemals davon loskommen, wenn ich es nicht mal mit den Tabletten schaffe? Ich bin wie ein Pulverfass, jede noch so kleine Kleinigkeit kann mich zum Explodieren bringen. Und dann trifft es immer die Falschen, was mir im Nachhinein absolut leid tut....