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Fasching

Vieles kann man ohne Alkohol machen.  Fasching feiern gehört für mich definitiv nicht  dazu. Früher hab ichs geliebt. Am Rosenmontag unterwegs, natürlich mit reichlich Alkohol.  Nur um dann am nächsten Tag den Kater mit reichlich Alkohol zu bekämpfen.  Fremde Leute betrunken auf ihr tolles Kostüm ansprechen,  mit Fremden ein Schnapsi trinken und bei den Umzugswägen grosszügig die Hand aufhalten,  wenn wer Getränke ausgibt.  Und niemand hat dich blöd angeguckt, weil du schon mittags den ersten Spritzer intus hattest. Für Alkoholiker der Tag der Tage.  Sogar in der Schule haben wir uns während des Unterrichts schon mit Klopfer und Feiglingen versorgt. Und am Aschermittwoch in der Arbeit bist freundschaftlich geknufft worden, wennst noch einen Restalkohol in dir hattest. Heute sieht es eher so aus. Fünf Lagen mehr als früher (weil alt und ich keine Blasenentzündung bekommen möchte), Panik und Ärger wegen den Dränglern und Schubsern, viel zu laute Mus...

happy moments

Ich bin ja ein Pessimist wie er im Buche steht.  Statt sich auf etwas freuen zu können, ist mein erster Gedanke "oh gott, was wäre wenn?" 🤔 Macht das Leben nicht einfacher.  Hab schon ziemlich viele Apps, Bücher usw fürs Dankbarkeit lernen. Jetzt schreibe ich mal hier auf, welche kleinen süßen Momente in letzter Zeit mein Leben ein bisschen heller gemacht haben und noch immer tun. Nicht die riesigen,  sondern echt die butzikleinen, die man schnell vergisst.  Wenn mein Kater zu mir ins Bett kommt und sich so eng an mich kuschelt, dass ich mich nicht mehr bewegen kann. Und wenn er nebenbei so kleine süsse Seufzer macht ❣️ Wenn mein Neffe mich mit Minecraft- Wissen vollspamt. Ich kenn mich noch immer Nüsse aus, aber ich höre ihm genau zu und stelle Fragen. Dann blüht er auf, und ich merke wie sehr es ihn freut, dass sich jemand dafür interessiert ☺️ Wenn ich meinen BH ausziehen kann. Ohne Scheiss,  ich bräucht nichtmal einen. Und wenn ich dieses Kack-Ding in die E...

Verlustangst

Verlustängste prägen mich seit ich ein kleines Kind bin. Zuerst, dass Mama mich verlassen könnte. Angedroht hatte sie es ja oft genug. Dann, dass sich meine Eltern gegenseitig umbringen könnten. Der Hass ist gross. Spoiler: sie leben noch beide. Trotzdem hat das was mit mir gemacht. Wenn ich heute einen Menschen gern habe und es zu kleinsten Schwierigkeiten zwischen uns kommt, mache ich zu.  Ich mag wenige Menschen,  und noch wenigern vertraue ich. Und wenn es dann sein könnte, dass mich dieser Mensch in einiger Zeit verlassen könnte, weiche ich sofort zurück. Du willst mir irgendwann wehtun? Nein danke, dann machen wir lieber gleich einen Schlussstrich. Und damit verliere ich viele schöne Momente,  die noch hätten kommen können. Dumm oder? Ich arbeite daran. Aber in der Theorie ist es immer leichter als in der Praxis.

2016 vs 2026

Das Jahr 2026 ist das neue 2016?  Ich wünsche mich nicht zurück. Ausser von der Mode her, hab noch einige Kleidungsstücke aus diesem Jahr 😂 Mal schauen, was sich bei mir verändert hat. Beziehungsstatus 2016: schwer verliebt. Richtig richtig schwer. Arschloch.  2026: Single und Besitzerin zweier Katzis. 😂😂😂 Lieblingsgetränk 2016: alles mit Wein. Spritzer, Kaiser, Achterl, Vierterl, Halbe, Kübel 2026: Redbull sugarfree.  Etwa in den Mengen wie mit dem Wein. Lieblingsbeschäftigung  2016: fortgehen, essen gehen, Kino, Kalorien zählen, trinken 2026: lesen, malen, früh schlafen gehen. Wie eine alte Omi.  Arbeit  2016: Regionalbetreuung für 14 Filialen in einem Einrichtungshaus. Hört sich cooler an als es war. 2026: Hauptvertretung eines Lebensmittelriesen. Ist cooler als es sich anhört. Lieblingsessen 2016: alles, nur um es dann wieder auszukotzen 2026: alles, nur ohne Kotzen hahaha  Dinge, die mich mich selbst hassen ließen  2016: zu viel gegessen,...

Out of control

Ich bin eine Jungfrau im Sternzeichen. Ich geb normalerweise nix auf sowas, aber Jungfrauen sind bekannt für ihren Perfektionismus. Und das trifft leider hundertprozentig auf mich zu. Nicht im positiven Sinne. Das einzig Positive ist, dass man sich definitiv auf mich verlassen kann, wenn man etwas von mir will.  Das Negative überwiegt 😂 Ich kann zum Beispiel superschwer delegieren oder um Hilfe bitten. Ich möchte alles immer selbst machen, egal wie viel Stress ich mir damit mache. Unnötigen Stress wohlgemerkt.  Ich hab auch einen "leichten" Putzzwang. Ich kann zum Beispiel nicht schlafen wenn ich weiss, dass in meiner Küche ein Glas steht, das nicht weggeräumt wurde. Mein Staubsauger läuft täglich des öfteren. Ich lasse nie nie nie irgendwas herumstehen oder herumliegen. Warum?  Keine Ahnung. Kontrolle? Wahrscheinlich.  Da ich meine Gefühle und meine Sucht nicht kontrollieren kann,  kontrolliere ich eben alles andere im Leben. Mehrfach.  Kalorien kontrolli...

Entmutigung

Was mich oft extrem entmutigt ist die Tatsache,  dass ich eventuell noch 30 Jahre (hoffentlich nicht länger) lebe.  Und noch weitere 30 Jahre trocken bleiben muss. Ja, MUSS und nicht DARF.  Wie viele waren mit mir auf Langzeitreha und in der Psychiatrie,  die jahrelang trocken waren und danach wieder einen Rückfall hatten? Und wie jeder weiss, ein Rückfall nach einigen Jahren ist schlimm. Nicht nur weil dein Körper diese Mengen nicht mehr aushalten kann. Sondern auch psychisch. Du arbeitest dir den A**** auf, damit du trocken wirst. Dann hast ein paar gute Jahre und dann WUUUSCH, alles wieder auf Anfang.  Eine frühere Arbeitskollegin vor meiner Zeit war auch fünf Jahre trocken, um danach einen Rückfall zu haben und einen Suizid versucht hat. Und ganz ehrlich? Ich kann sie soooo verstehen. Wer möchte sich schon eingestehen, wieder versagt zu haben? Wer möchte die Blicke der anderen ertragen müssen? Wer möchte die Wut und die Trauer über den Rückfall in den Gesich...

Empfehlungen

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Ich lese ja wahnsinnig gern. Deshalb hab ich einige gute Tipps für Alkoholiker und Angehörige.  Das erste, was mir wahnsinnig geholfen hatte, war "Lieber schlau als blau ". Mit dem Buch lernt man zu verstehen,  was im Körper (vor allem im Gehirn) eines Alkoholikers anders läuft. Viele Ahaaaa- Effekte. Auch gut für Alkis,  die noch nicht wissen, dass sie Alkis sind. Das zweite wäre "Trocken". Endlich mal jemand,  der nicht davon erzählt,  dass das Leben ohne Alkohol gleich in der ersten Sekunde wunderschön ist. Das ist es nämlich NICHT. Lasst euch nix einreden, es ist ein schwerer Kampf. Eine Schauspielerin,  die ihre Alkoholsucht öffentlich gemacht hat. Gut geschrieben,  und jeder Alkoholiker erkennt sich wieder. Dann noch für Angehörige,  das hab ich zum Beispiel meiner Mama lesen lassen. Seitdem versteht sie mich ein bisschen besser. Und noch eine Geschichte eines Alkoholikers, der schon mehr tot a...