Todeskrank
Ich habe einen Bekannten, der eine niederschmetternde Diagnose bekam. Krebs, Stadium 4 und 0.1 % Überlebenschance, 1-2 Jahre Lebenszeit. Es tut mir unglaublich leid für ihn. Und ich würde mir wünschen, dass er nächste Woche ankommt und sagt: Hey! Sie haben sich vertan, ich bin doch gesund! Wunschdenken eben. Aber das Leben spielt nicht so, und die Besten trifft es oft am Härtesten. Ich denke mir seitdem sehr oft, wie ich selbst auf so eine Nachricht reagieren würde. Und meistens kommt mir das Wort in den Kopf : Erleichterung. Erleichterung darüber, dass ich einen fixen Zeitraum hätte, wo ich wüsste, dass es zu Ende ist. Und ich nicht mehr kämpfen und "überleben" muss. Das hört sich für viele wahrscheinlich sehr brutal an. Leute, die das Leben lieben, verstehen diese Sichtweise nicht. Aber ich stelle es mir so vor. Ich dürfte vor den anderen in meiner Familie gehen. Sehr egoistisch von mir, aber ich würde es nicht aushalten, wenn meine Mama oder meine Schwester inkl. de...