Kilofrust
Ich hab mich letztens gewogen. Und hätte heulen können. 63 Kilo sind für mich schon heftig.
Jeder der jetzt sagt ach bitte, scheiss dich net an. Ich hab in 1 1/2 Jahren 10 Kilo zugenommen, und das würde niemanden taugen. Aber wennst mal essgestört warst, ist jedes Kilo doppelt so schlimm.
Natürlich gibts gute Dinge dazu. Ich esse was ich will und wann ich will. Gesund? Nicht wirklich. Oft esse ich einen Tag fast nichts, am nächsten Tag dafür alles auf was ich Lust habe. Und seit ich keinen Alkohol trinke, bin ich absolut süchtig nach Süssem. Dazu nehme ich Quetiapin. Das ist ein Schlafmittel und bekannt für seine nächtlichen Heisshungerattacken. Also werd ich regelmäßig nachts munter und kann nicht mehr schlafen, bis ich eine Tafel Schokolade vernichtet habe, oder zwei 😅
Das nächste Gute ist, dass mir nicht mehr schwindelig wird, ich weniger Haare verliere und nicht mehr nur ans Essen oder Nicht-Essen denke. Achja- und ich hab wieder Boobies. Nicht viel, absolut nicht, aber doch ein Fortschritt 😅
Früher hatte ich XS. Und meine Lieblingskörperteile an mir waren meine Schlüsselbeine, meine spitzen Schultern und meine hervorstechenden Hüftknochen. Auch heute liebe ich es, extrem dünne Menschen anzuschauen. Das sind wohl noch die Nachwirkungen der Magersucht.
Ich wusste, dass ich zu dünn war, aber ich fand es so so schön. Ich wollte nie wieder über 60 Kilo wiegen. Tja. 3 Kilo werd ich bis zum Sommer ja schaffen. Und zwar OHNE wieder wo reinzurutschen.
Denn meine Hüftknochen möchte ich wieder zurück.
Kommentare
Kommentar veröffentlichen