Fake?

Ich werd öfters mal gefragt, wie ich das schaffe so stark zu sein. Denn wenn du mich auf der Straße triffst oder ich im Aufenthaltsraum in der Arbeit sitze, bin ich lustig ( hin und wieder wenigstens), lächle und lache und nehme aktiv am Gespräch teil. 

Was ja mal so gar nicht zu meinem Blog passt.  Der ist ja eher deprimierend. 
Und dann denk ich mir oft: Oh Gott, die anderen müssen glauben dass ich eine notorische Lügnerin bin und meine Geschichte im Blog so dramatisch darstelle,  um Mitleid zu erhaschen.

Aber hier kommt die Wahrheit. 
Ich kann einfach nicht über Gefühle reden.
Mich könnte wer mitn Auto zusammenführen und wenn mich dann wer fragen würde wie es mir geht, dann würde ich höchstwahrscheinlich mit "ganz gut danke und dir"? antworten. Und die Schuld auf mich nehmen und den trösten, der mich zusammengeführt hat.
Bei meinem Therapeuten ist mein erster  Standardsatz : Mir gehts eigentlich ganz gut.
Der muss sich dann auch seinen Teil denken, vorallem wenn ich ihm zwei Tage vorher wieder mal ganz panisch eine SMS geschickt habe mit der Bitte um Hilfe, weils mir so scheisse geht. 😅

Ich rede nicht gern darüber wie es mir wirklich geht, weil ich dann immer unterbewusst versuche, es als nicht so schlimm darzustellen oder es mit schwarzen Humor abdämpfe. Deshalb schreibe ich. Denn da kann alles raus, und ich bekomme die mitfühlenden traurigen oder auch sorgenvolle Blicke nicht mit. Meine schlimmste Vorstellung ist, dass ich dann mal die Wahrheit sage und dann zu weinen anfange weil ich es nicht zurückhalten kann. Alptraum.

Beim Schreiben denk ich nur daran, was mich gerade beschäftigt,  ohne mir über die Reaktionen der Anderen Gedanken machen zu müssen.

Vielleicht sollt ich mit meinem Therapeuten ja eine Brieftherapie anfangen, dann hätt er vielleicht mal Erfolg damit, mir Emotionen zu entlocken 😅
Ewiger Krampf. Bäh.






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