Schlaf

Ich liebe es zu schlafen. Gedanken ausschalten. 10 Stunden müssen es MINDESTENS sein.

Das Schlafen früher war eine volle Katastrophe. Ich schlief zwar wahnsinnig viel wegen dem hohen Alkoholkonsum. Aber ich war wie gerädert am Morgen. Am schlimmsten wars, als ich schon Pegeltrinker war. Dann musste ich in der Nacht immer wieder trinken, um die Entzugserscheinungen zu mindern. Und wehe ich schlief mal durch und vergaß zu trinken. Dann wachte ich auf und konnte mich vor lauter Zittern nicht gut bewegen. Und dann musste ich kotzen. Immer. Ausser Galle kam natürlich nichts. Dann musste ich trinken, um aufstehen zu können. Also trank ich 10 Schluck Vodka. Das war ca die Hälfte einer 750ml Flasche. Grosse Schlucke natürlich. Zuerst immer nur zwei. Denn dann kämpfte ich mit dem Druck, alles gleich wieder auszukotzen. Und sobald der Alk in meinen Bauchraum war, musste ich mich vor Schmerzen krümmen. Jede Zelle in meinem Körper hat sich mit unglaublicher Kraft gegen das Gift gewehrt. Aber ohne konnte ich nicht arbeiten oder auch nur aufrecht gehen. 

Heute schlafe ich gut.
Man kann es sich nicht vorstellen, wie schön es ist, morgens aufzuwachen und klar im Kopf zu sein. Ohne Zittern, ohne Bauchschmerzen, ohne Schwindel und Kopfschmerzen. Ich brauche zwar Schlafmittel und hau mir eine hohe Dosis Melatonin rein, aber ohne liege ich stuuuundenlang wach. Und grüble. Und verfluche mich selbst. Wenns finster ist, ist der Selbsthass am Schlimmsten.
Ich träume auch noch öfters vom Alkohol.  Dass ich wieder voll trinke.
Und dann bin ich unglaublich erleichtert, wenn ich aufwache und es nur ein böser böser Traum war.

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