Fasching
Vieles kann man ohne Alkohol machen.
Fasching feiern gehört für mich definitiv nicht dazu.
Früher hab ichs geliebt. Am Rosenmontag unterwegs, natürlich mit reichlich Alkohol.
Nur um dann am nächsten Tag den Kater mit reichlich Alkohol zu bekämpfen.
Fremde Leute betrunken auf ihr tolles Kostüm ansprechen, mit Fremden ein Schnapsi trinken und bei den Umzugswägen grosszügig die Hand aufhalten, wenn wer Getränke ausgibt.
Und niemand hat dich blöd angeguckt, weil du schon mittags den ersten Spritzer intus hattest. Für Alkoholiker der Tag der Tage.
Sogar in der Schule haben wir uns während des Unterrichts schon mit Klopfer und Feiglingen versorgt. Und am Aschermittwoch in der Arbeit bist freundschaftlich geknufft worden, wennst noch einen Restalkohol in dir hattest.
Heute sieht es eher so aus. Fünf Lagen mehr als früher (weil alt und ich keine Blasenentzündung bekommen möchte), Panik und Ärger wegen den Dränglern und Schubsern, viel zu laute Musik und plötzlich ist das Tanzen und Schmusen der Jungen (und noch weniger der Alten) doch nicht mehr so lustig wie mit 2 Promille.
Und die grosse Frage: Was mach ich hier? Und wie zum Teufel können Leute auch an so einem Tag ohne Alkohol feiern?
Nichtmal Krapfen können mich erfreuen, da ich nie weiss, ob der mit Alk gebacken ist oder nicht. (Ja, auf das schau ich extrem).
Also ehrlich, für Kinder und Trinkfreudige ist der Fasching echt ein tolles Ding.
Für mich jetzt dann eher weniger.
Es spielt aber auch fix eine Rolle, dass ich 15 Jahre lang am Faschingsdienstag betrunken oder zumindest angeheitert war. Ok, ich war nie nur angeheitert. Und vielleicht braucht es erst mal 15 trockene, um wieder den gleichen Spass empfinden zu können. Mit Cola in der Hand und doppelter Strumpfhose am Poppes.
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