Work work work

Erste Woche arbeiten nach 8 Wochen Dahinvegetieren ist vorbei. 

Am ersten Tag war ich so nervös,  dass ich statt meinen Antidepressiva gleich mal am Morgen meine Schlaftabletten nahm. Ups😂

Aber dank meinen lieben Kollegen hab ich es schnell geschafft,  wieder voll im vorweihnachtlichen Geschäft drinnen zu sein. 
Ich hätt mir auch keinen blöderen Zeitpunkt zum Wiederkommen aussuchen können 😂 

Ich wurde oft gefragt,  wie ich es schaffe, im Lebensmittelbereich mit viel Alkohol um mich herum, zu arbeiten und nicht durchzudrehen.
Nun ja, die Wahrheit ist, dass ich die Alkoholpaletten am liebsten verräume. Nicht wegen dem unablässigen Drang. Sondern einfach aus dem Grund, dass das Spirituosenregal am Ende des Geschäftes ist, und so nicht ganz so viele Kunden um einen herumwuseln😂

Natürlich gibt es Tage, wo ich die Flasche Glühwein oder den Gelben Muskateller eine Sekunde zu lange in der Hand halte. Aber da wir ein Leistungsunternehmen sind, dauert das nicht lange und ich denke nur an die unzähligen Paletten, die noch verräumt werden. Ausserdem werde ich ca alle 10 Minuten von einem Kunden angesprochen,  und spätestens da verschwindet diese kurze Sehnsucht.

Anders ist es, wenn eine Flasche runterfliegt und ich es wegräumen muss. Da halte ich so gut es geht die Luft an bzw atme durch den Mund.

Was mir aber extrem auffällt seit ich trocken bin, ist das Kaufmuster der Kunden, die Alkohol kaufen.  Man bekommt ein Gespür dafür, wer für sich selbst einkauft oder für eine Feier etc.  Und ich kann nicht anders. Wenn ich einen Einkaufswagen mit viel Alkohol oder starkem Schnaps sehe, muss ich den Kunden genauer mustern. So in der Art: Freund oder Feind? 

Genau so an der Kassa. Mir ist es sowas von egal, wer was und wie viel kauft. Nur beim Alkohol sehe ich den Kunden ganz bewusst ins Gesicht. Und spüre dann entweder Erleichterung oder Mitgefühl für denjenigen.

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