Suchtverlagerung?

Ich habe grade mein Kosmetikregal ausgemistet. Und ich bin draufgekommen,  dass ich ein absolutes Konsumopfer bin. 10 Sonnencremes, hunderte ungeöffnete Cremes, 5 verschiedene Haaröle, und unzählbare Augenmasken. Über 10 verschiedene Deos und 8 Trockenshampoos. 

Ich kann nicht gut mit Geld umgehen. Entweder ich bin extrem sparsam und komme mit 50 Euro in der Woche aus, oder aber ich shoppe bis zum Umfallen. Und sparsam bin ich nur, wenn das Monatsende noch dauert.  
Sobald ich Geld habe, gebe ich es aus. Und das am liebsten online. Klarna ist mein Freund und mein Feind gleichzeitig. 

Ich kann mich stundenlang durch die verschiedenen Webseiten klicken. Nur leider kaufe ich das meiste dann auch. 
Vorallem bei Neuheiten bin ich Feuer und Flamme. Neues Shampoo? Nehm ich. Neue Formel der Lippenpflege? Nur her damit. Neues Waschmittel? Ach ja, natürlich.
Brauche ich es? Natürlich nicht. Aber kurz bin ich glücklich. Wenn die Päckchen dann kommen (mein Postbote liebt mich), hab ich meistens schon lange vergessen,  was ich überhaupt bestellt habe. Und werfe es dann meistens achtlos in eine Ecke.

Nur der kurze Moment des Auspackens ist dann nochmal schön. 
Aber nachdem ich bei Klarna immer alle Rechnungen fristgerecht bezahle und sonst keinerlei Schulden habe, ist es nicht so schlimm. 

Ich mache es auch zur Stressbewältigung. Nach der Therapie zb bin ich zu 100% danach auf einer Shoppingseite unterwegs.
Vielleicht wär das ja mal ein Thema für die Therapie? Ich möchte nämlich eigentlich nicht, dass meine Alkoholsucht sich in Kaufsucht umlagert. Denn das ist auf Dauer dann fix teurer als die paar Flaschen billigen Vodkas.

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